Übergang vom Kindergarten in die Grundschule

Vorschulerziehung beginnt nicht erst im letzten Jahr vor der Einschulung, sondern stellt einen gleitenden Faktor in der Entwicklung des Kindes dar. Die lange Zeitspanne des Kindergartenbesuchs ermöglicht es uns Mitarbeiterinnen, die unterschiedlichen Entwicklungsfenster der Kinder zu nutzen - egal, ob sich ein Kind bereits mit drei Jahren für Buchstaben oder Zahlen interessiert oder erst mit fünfeinhalb.

            "Besser als Schulanfängerprogramme und Übungsblätter ist ein Angebot, bei dem sich altersgemischte
             Lernaktivitäten, in die sich jedes Kind mit seinem Wissen und Können einbringen kann, z.B. Projekte,
             und spezielle Angebote für Schulkinder wie Kinderkonferenzen, Verkehrserziehung. Wichtig sind
             Gelegenheiten, den Lebensraum Schule möglichst frühzeitig kennen zu lernen, z.B. Schulbesuche."
                                                                                                                                                                        (Bay. Erz./Bildungsplan S. 122)

Unsere Bildungsangebote werden so gestaltet, dass die Kinder schulrelevante Kompetenzen über einen langen Zeitraum erproben, anwenden und verankern können.

Die folgenden Kompetenzen sollen unseren Schulanfängern einen guten Start in der Schule ermöglichen:

Emotionale Kompetenzen

  • Wahrnehmung von Emotionen bei sich und anderen
  • Emotionale Ausdrucksfähigkeit
  • Regulation negativer Gefühle

Personale Kompetenzen

  • Handlungsleitende Kognition (wissen, was man tutm Absichten, Ziele haben)
  • Motivationale Einstellungen in Bezug auf das eigene Ich z.B. Selbstkonzept (das kann ich, das bin ich)
  • Selbstwirksamkeit und Selbstwertgefüh

Soziale Kompetenzen

  • prosoziales Verhalten
  • Umgang mit Konflikten
  • Fähigkeit, Hilfe zu holen

Kognitive Kompetenzen

  • Erfahrungen mit Schriftkultur (Symbole erkennen, eigenen Namen schreiben)
  • Mathematische Grundkompetenzen im Zahlraum bis 10 (mehr/weniger, zählen)
  • Wissen über sich selbst (z.B. Geburtstag, Wohnanschrift, Familie)

Diese Kompetenzen stehen miteinander in einem engen Zusammenhang.

So begleiten wir den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule:

  • Im September treffen sich die Kooperationsbeauftragten der Schule Großberg und unseres Kindergartens, um einen Veranstaltungskalender zu erstellen
  • Im Oktober besuchen uns ehemalige Kindergartenkinder, die Erstklässler mit ihrer Leherin oder ihrem Lehrer
  • Im November führen wir ein Screening zur phonologischen Bewusstheit durch. Neben allgmeinen Fähigkeiten wie Gedächtnis und Aufmerksamkeit ist sie die wichtigste spezifische Vorläuferfähigkeit für den Schriftspracherwerb. Sie umfasst z.B. die Fähigkeit Reime zu bilden und zu erkennen, Wörter in Silben zu gliedern und aus Silben Wörter zusammenzusetzen. Anlaute zu erkennen.
  • Einmal wöchentlich findet gruppenübergreifend eine Kinderkonferenz für Vorschulkinder statt. Hier überlegen wir gemeinsam Aufgaben und Ziele, entwickeln Regeln und Ideen für Projekte. Die Kinderkonferenzen werden protokolliert und mit Fotos dokumentiert.
  • Im Rahmen der Schulvorbereitung werden verstärkt Lern- und Erfahrungsfelder außerhalb des Kindergartens mit einbezogen wie z.B. Theaterbesuche, Basteln und Singen mit Senioren, Aktionen mit Pentlinger Arbeitskreisen
  • Die Kinder erleben durch Aktionen wie Experimentieren im Forscherlabor der Schule, Schulhausrallye, Schnupperstunde erste Kontaktemit Lehrern und Schulkindern
  • Wir unternehmen im Jahresverlauf interessante Aktivitäten wie z.B. Projekte zur Verkehrserziehung und Zahngesundheit, Müllvermeidung, besuchen traditionell den Regensburger Christkindlmarkt und gestalten zum Abschluss der Kindergartenzeit ein Übernachtungsfest.
  • Kindertageseinrichtungen und Schule haben die Aufgabe, Kinder, deren Einschulung ansteht, auf diesen Übergang vorzubereiten und hierbei zu begleiten und die Anschlussfähigkeit zwischen beiden Instutitionen herzustellen. Bei der Kooperation zwischen Kindertageseinrichtung und Grundschule sind dabei das vorrangige Recht der Eltern und das informationelle Selbstbestimmungsrecht von Eltern und Kindern zu beachten. Insbesondere der Austausch von im Kindergarten anvertrauen Daten mit der Schule setzt die Zustimmung der Eltern voraus
  • In Zusammenarbeit mit der PI Neutraubling führen wir einmal vormittags ein Schulwegtraining durch
  • Im Januar der Einschulungsjahres findet ein Elternabend "Mein Kind kommt in die Schule" in der Schule Großberg statt, an dem wir teilnehmen, um in Elternsgeprächen darauf Bezug nehmen zu können.
  • Im regelmäßigen Austausch und in Entwicklungsgesprächen mit den Eltern möchten wir erreichen, dass die Kinder und Eltern den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule mit Freude bewältigen